Archiv der Kategorie Einsteins Welt

Mein Personal Fitness Trainer

Diese Begebenheit aus Einsteins Welt stammt zwar aus dem vergangenen Jahr, aber dennoch paßt sie wunderbar in den Blog, finde ich:

Gestern war es soweit: Ich hatte meinen inneren Schweinehund überwunden und wollte nach zweimonatiger Trainingspause wieder mit dem Joggen beginnen. Die ganz kleine Runde durch den Wald sollte es sein, frau muß ja erst mal wieder Übung bekommen. Also den Döggerich geschnappt und los ging’s.

Im Wald leinte ich Eini ab, wie üblich schnüffelte er noch hier und dort, während ich schon voraus lief. Da ich ja, wie schon erwähnt, nur eine kleine Runde laufen wollte (und, wenn ich ehrlich bin, auch schon ganz schön am Keuchen war…), bog ich an der ersten Möglichkeit gleich wieder Richtung Dorf ab.

Nach ungefähr 50 m drehte ich mich um - gerade noch rechtzeitig, um zu sehen, wie Herr Einstein an der Weggabelung geradeaus weiterlief. Das war schließlich die ihm wohlbekannte große Runde. Ich wartete noch einige Sekunden, doch offenbar bemerkte er seinen Irrtum nicht. Als ich wieder auf den Hauptweg traf, sah ich in der Ferne noch einen kleinen weißen Punkt, der sich immer schneller von mir entfernte.

Immer noch hoffend, der Döggerich würde vielleicht mal seine Nase benutzen und dann bemerken, daß ich gar nicht vor ihm laufen konnte, machte ich mich an die Verfolgung. Untrainiert, wie ich war, wurde ich immer langsamer, während Eini noch beschleunigte. Zwischendurch blieb er immer wieder kurz stehen und blickte sich suchend um, sah mich aber nicht.

Ich lief also, gestikulierte, fluchte, keuchte… Zum Glück waren keine Spaziergänger unterwegs, die hätten geglaubt, ich jagte ein Phantom oder hätte zu lange in der Sonne gesessen! Dann erreichte Eini die große Lichtung, wo sich vier Waldwege treffen. Nun senkte er tatsächlich mal die Nase auf den Boden und merkte offenbar, daß es gar keinen Geruch von mir gab, denn er lief jetzt im Kreis.

Und dann, kurz bevor ich kollabierte, sah er mich doch tatsächlich!!! Und kam hocherfreut im Schweinsgalopp auf mich zu. Unnötig zu sagen, daß ich den Rückweg im gemächlichen Tempo antrat…

Joggen mit Einstein

Verwechslungsgefahr

Also, der Döggerich hat’s schon nicht leicht: Des öfteren wird er für einen Dalmatiner gehalten, auch als Windhund geht er schon mal durch. Beim Wandertag im Taunus meinte eine Spaziergängerin dann, er sei ein Schäferhund (???), und heute hielt man ihn für einen Husky…

Getestet und für gut befunden

Heute: Die Rückbank-Decke “Bridge”

Eine praktische Sach für alle, die ihren Hund auf der Rückbank transportieren, ist die Schondecke “Bridge“. Das Besondere daran ist, daß diese Decke eine eingearbeitete Stützplatte hat, so daß der Hund nicht in den Fußraum rutschen kann, sondern auf einer stabilen, geraden Fläche liegt.

Die Bridge-Decke ist, wie alle Kleinmetall-Produkte, sehr gut verarbeitet. Die Befestigung an den Kopfstützen ist auch für Ungeübte denkbar einfach.  Falls nur ein kleiner Hund mitfährt, kann die Decke mittels Reißverschluß geteilt werden - dann ist Platz für einen Mitfahrer.

Die Decke verhindert jedoch nicht, daß der Hund im Falle einer starken Bremsung nach vorne geschleudert werden könnte - daher ist ein Hunde-Sicherheitsgurt unbedingt empfehlenswert! Dessen Befestigung ist trotz Schondecke möglich, da die Decke über Schlitze für den Gurt verfügt.

“Bridge” hat den Doggentest bestanden: 60 kg hält sie problemlos aus.

Einstein auf der Bridge-Schondecke

Getestet und für gut befunden

Heute: Der Kong

Ein Kong ist ein kegelförmiges Vollgummi-Spielzeug, welches in der Mitte ein Loch hat. Da kann man die tollsten Füllungen hineintun!

Als Grundlage bieten sich z.B. Kartoffeln, Nudeln oder Reis an, die vom Mittag übriggeblieben sind. Dazu kann man alles geben, was Hund mag: Quark, Joghurt, Hüttenkäse, gerne auch etwas kleingeschnippeltes oder püriertes Obst und Gemüse und einen Schuß hochwertiges Öl (wenn es schnell gehen soll, tut’s auch mal schnödes Dosenfutter).

Je zäher diese Mischung ist und je stärker man sie in den Kong stopft, desto schwieriger ist das Ausschlecken. Eine schöne Beschäftigung, wenn Hund mal allein bleiben muß!

Für die Kong-Experten kann man etwas geriebenen Käse in die Füllung mischen und kurz in der Mikrowelle schmelzen lassen. Aber Achtung, vor dem Füttern auskühlen lassen! Und im Sommer gibt es dann Hunde-Eis: Den Kong einfach einfrieren.

Einstein mit Kong

Einstein mit Kong

…und er BARFt doch!

Der Döggerich hat sich entschieden, unter die Barfer zu gehen… und das kam so:

Einstein begleitet mich ja täglich zur Arbeit und verbringt die meiste Zeit des Tages draußen. Nur ca. 100 m von unserer Arbeitsstelle entfernt befinden sich Schrebergärten, die selbstverständlich zu Einsteins täglicher Inspektionsrunde gehören. In diesen Schrebergärten widerum werden auch Kaninchen gehalten - nicht als Schmusetiere, sondern für den Kochtopf gedacht.

Nun hatte einer der Gartenbesitzer zwei Kaninchen geschlachtet; sein Mittagessen hing gehäutet und ausgenommen an einem Seil. Nicht sehr hoch, um genau zu sein. Zu niedrig für Eini, um noch genauer zu sein. Der Gartenmann (derweil mit anderen Dingen als seinen Kaninchen beschäftigt) hörte also ein Poltern und sah gerade noch, wie der Döggerich eines der tafelfertig vorbereiteten Kaninchen verschlang…

Um anschließend zu beobachten, wie Einstein zurück zu Frauchen trottete, sich wohlig grunzend auf seiner Decke zusammenrollte und ein Verdauungsschläfchen hielt.

So kam Einstein zu mir

Meinen Hund habe ich dank des Internets, denn auf der HP von “Tiere suchen ein Zuhause” habe ich ihn entdeckt. Einstein stammt ursprünglich aus Ungarn; dort hat er sein erstes Lebensjahr im Tierheim verbracht. Über die Tierfreunde Niederbayern kam er nach Deutschland und kurze Zeit später zu mir.

Warum ich mich für ihn entschieden habe? Ich hatte vor ihm zwei Hunde aus dem TH Hannover - beide als Welpen/Junghunde geholt; unkomplizierte, tolle Hunde. Nun wollte ich gerne einem Hund ein Zuhause geben, der vielleicht etwas schwieriger zu vermitteln ist; ich dachte an einen großen Hund mit Handicap. Und so fiel meine Wahl auf Einstein, der als taube Dogge perfekt zu meinen Vorstellungen paßte!

Und das Wichtigste: Ich habe es nie bereut, mich für einen “Außenseiter” entschieden zu haben. Im Gegenteil, er hat mich dazu gebracht, mich intensiv mit dem Thema Hundeerziehung/-verhalten zu beschäftigen. Ich habe wahnsinnig viel von (und mit) ihm gelernt und lerne täglich weiter!

Erstes Kennenlernen

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